
Der moderne Griff an der Selbstladebüchse ist der C-Clamp: Die Griffhand liegt weit vorn am Handschutz, der Daumen von oben, die Finger von unten, und drückt die Waffe nach unten und hinten. So bleibt die Mündung bei schnellen Folgeschüssen ruhig. Ein Handstopp gibt dieser Hand einen festen Anschlag, den du blind wiederfindest, und verhindert, dass die Finger bei kurzen Läufen vor die Mündung oder an den heißen Schalldämpfer rutschen. True North Concepts hat mit dem Gripstop die kompakte Form dieses Anschlags geprägt. Bei CPC Shooting in Kronberg im Taunus führen wir die Familie in allen aktuellen Ausführungen, weil sie auf unseren B&T APC und AR-15 einfach funktioniert.
Der Gripstop ist ein flacher Aluminiumblock mit einer nach hinten gezogenen Kante, an der sich die Hand abstützt. Er ist deutlich kleiner als ein vertikaler Vordergriff, klemmt nicht im Holster oder am Gurt und lässt sich als Barrikadenstop nutzen: An einer Deckung angelegt, hält er die Waffe stabil, ohne dass der Handschutz auf dem Untergrund wegrutscht. Die Standardversion gibt es für Picatinny-Schienen und für M-LOK-Slots. Die Ausführungen K und K2 sind kürzer gebaut für schlanke Handschutze, die S2 hat ein flacheres Profil, die Reach-Version setzt den Anschlag etwas weiter vor, damit die Hand bei sehr kurzen Handschutzen noch Platz findet, und die PewView-Variante bringt eine Aussparung mit, durch die du den Handschutz oder Zubehör darunter im Blick behältst. Farben: Black und Earth, ausgewählte Modelle auch in Olive.
Der Zero 8 ist der Handstopp mit angewinkelter Fläche für Schützen, die den Handschutz nicht klemmen, sondern mit ausgestreckter Hand nach hinten ziehen. Die V2 ist die überarbeitete Form, die K-Ausführung die kürzere Variante. Wie der Gripstop ist er für M-LOK oder Picatinny lieferbar, in Black und Earth.
Die Aluminium-Gripstops werden aus dem Vollen gefräst, hart anodisiert und halten Stürze und Barrikadeneinsatz über Jahre aus. Die Polymer-Ausführungen sind leichter, kosten weniger als die Hälfte und reichen für die Trainingswaffe oder das Kleinkalibergewehr vollkommen aus. Wer den Anschlag als Barrikadenstop im Wettkampf nutzt, greift zu Aluminium; wer nur eine Positionshilfe braucht, ist mit Polymer gut bedient.
M-LOK-Versionen werden mit den mitgelieferten T-Muttern durch den Slot verschraubt, Picatinny-Versionen klemmen quer über die Schiene. Entscheidend ist die Position: Lege die Waffe an, streck die Griffhand so weit nach vorn, wie es sich natürlich anfühlt, und setze den Stopp direkt vor die Hand. Bei Schalldämpferbetrieb sollte er so sitzen, dass die Finger den heißen Dämpfer auch beim schnellen Nachgreifen nicht berühren. Ein Tropfen mittelfeste Schraubensicherung verhindert, dass sich die Schrauben lockern.
Handstopps sind reines Zubehör und frei erwerbbar. Sie zählen nicht zu den wesentlichen Teilen einer Waffe und verändern weder Kategorie noch Eintragung deiner Büchse. Sie sind kein vertikaler Vordergriff, der Einbau ist damit auch bei sportlich zugelassenen Halbautomaten unproblematisch.