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Ein holografisches Visier ist auf den ersten Blick ein Rotpunktvisier mit eckigem Gehäuse. Technisch steckt dahinter etwas anderes: Statt eine LED auf eine beschichtete Linse zu spiegeln, beleuchtet ein Laser ein Hologramm, das im Sichtfeld schwebt. Das Ergebnis ist ein sehr feines Absehen, das auch dann noch nutzbar bleibt, wenn das Frontglas teilweise verdeckt oder zerkratzt ist. Erfunden und bis heute geprägt hat diese Technik EOTech, und deren Visiere bilden den Kern dieser Kategorie.
Das EXPS3-0 ist das Modell, das weltweit bei Spezialkräften im Einsatz ist. Es zeigt einen 68-MOA-Ring mit einem 1-MOA-Punkt in der Mitte: Der Ring hilft beim schnellen Erfassen auf kurze Distanz, der Punkt erlaubt präzise Schüsse auf 100 Meter und mehr. Das Visier ist mit Nachtsichtgeräten kompatibel, die Bedienknöpfe sitzen seitlich, sodass ein Magnifier direkt dahinter Platz findet, und die Schnellspannmontage passt auf jede Picatinny-Schiene. Wir führen es in Tan.
Der G33 ist ein dreifach vergrößerndes Fernrohr, das hinter dem Visier montiert wird. In der Klappmontage schwenkst du es zur Seite, wenn du auf kurze Distanz ohne Vergrößerung schießen willst, und klappst es zurück, wenn ein Ziel weiter weg ist. Die STS-Ausführung ist besonders kompakt. In Kombination mit dem EXPS3 hast du eine Optik, die von fünf bis 300 Meter funktioniert, ohne dass du am Visier etwas verstellen musst.
Holografische Absehen sind schärfer und wirken auch für Menschen mit Astigmatismus rund statt verzerrt. Beide Systeme sind weitgehend parallaxefrei, das Holovisier reagiert aber noch weniger auf eine schiefe Kopfhaltung.
Fällt bei einem Rotpunktvisier Schmutz oder Schnee auf die Linse, verschwindet der Punkt. Beim Holovisier bleibt das Absehen erhalten, solange ein Teil des Glases frei ist. Das ist der Grund, warum Behörden und Jäger auf der Drückjagd das System schätzen.
Der Laser braucht mehr Strom als eine LED. Rechne beim EXPS3 mit rund 600 bis 1000 Stunden Laufzeit statt Jahren wie bei einem Aimpoint. Außerdem ist ein Holovisier schwerer und größer. Wer die längstmögliche Batterielaufzeit will und mit einem einfachen Punkt zufrieden ist, greift zum Rotpunktvisier; wer das feine Ring-Punkt-Absehen und die Robustheit braucht, zum Holovisier. Beides findest du in unserer Kategorie Optik.
Auf einer Selbstladebüchse wie der B&T APC223 ist das EXPS3 mit G33 eine Kombination, die dynamische Disziplinen und Behördeneinsatz gleich gut abdeckt. Auf einer Flinte für Flintenlaufgeschosse hilft der große Ring bei schnellen Schüssen auf laufendes Wild. Für Kurzwaffen ist ein Holovisier zu groß; hier sind Rotpunktvisiere wie das Aimpoint Acro oder das Trijicon SRO die richtige Wahl. Achte bei der Montage auf die Bauhöhe: EOTech-Visiere sind auf den Absolute Co-Witness mit AR-15-Klappvisieren ausgelegt.
Visiere und Magnifier sind in Deutschland frei verkäuflich, es gibt keine Altersgrenze und keine Erlaubnispflicht. Verboten sind lediglich Zielhilfen mit Lichtstrahl oder Nachtsichtvorsatz auf der Waffe für Nichtjäger; ein Holovisier fällt nicht darunter. Wir montieren und schießen deine Optik auf unserem Schießstand in Kronberg ein, damit du mit einer treffsicher eingestellten Waffe nach Hause gehst.